Essen wie die Locals

5 Tipps, wie ihr Touristenfallen auf Reisen entgeht

Reisen bedeutet kulinarisches Neuland entdecken. Den sicheren Hafen aus Pasta und belegten Brötchen verlassen, neue Geschmäcker und fremde Gerüche kennenlernen. Dabei aber bitte nicht blind der Nase nach. Nicht alle Lokale, die von außen nach Geheimtipp aussehen, sind es auch. Nur weil die Kellner mit „Ciao Ragazzi“ locken, heißt es noch lange nicht, dass traditionelle Cucina auf den Tellern landet. Obacht ist also gefragt. Hier ein paar Tipps, wie ihr Restaurant-Strizzis umgeht.

1. Ihr versteht nur Bahnhof

Ihr könnt die Speisekarte nicht entziffern? Umso besser! Wenn ein Lokal nur heimisch tickt, steht auch das Menü meist nicht auf Englisch oder Deutsch ausgeschrieben. Das hat mehrere Vorteile: Erstens bringt das Reden die Leute zusammen. Auch wenn es mit Händen und Füßen passiert und euch schlussendlich nur ein gemeinsames Schmunzeln verbindet. Zweitens: Die Karte wurde offensichtlich nicht für Touristen konzipiert. Heißt also, die Gerichte wurden nicht adaptiert, stattdessen authentisch abgeschmeckt. Drittens: Im Restaurant ins Blaue bestellen macht Spaß! Nicht lange überlegen, sondern einfach mal das Gericht mit den meisten Akzentzeichen bestellen. Oder die Nummer fünf in der Reihe. Wetten, sie schmeckt?

2. Ask Google

Wer „Stadt“ plus „gutes und günstiges Restaurant“ googelt, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit einen kulinarischen Bauchfleck.

Geheimtipps findet ihr nicht im Internet, sondern im echten Leben. Fragt Freunde, welche Lokale sie empfehlen. Hört euch Reise-Podcasts an oder lest Berichte eurer Lieblings-Blogger.

Wenn das Ziel besonders exotisch ist, klickt euch durch Foren oder tauscht euch mit anderen Travellern aus. Dann landet ihr bestimmt auf keiner dubiosen Longlist, die im besten Fall gesponsert wurde.

Eine Speisekarten-Tafel hängt an der Wand eines Restaurants
Eine große Gruppe junger Menschen sitzen gemeinsam an einem Tisch im Restaurant
Drei Frauen unterhalten sich und lachen

3. Lass uns reden

Wer essen will wie die Locals, muss die Locals selber fragen. Die schicken euch nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ins nächste Touristen-Restaurant, sondern ins persönliche Lieblingslokal. Vor allem nach einer langen Anreise ist das fein. Ihr braucht nicht stundenlang durch die Straßen ziehen oder im Vorhinein recherchieren. Einfach auf freundliche Menschen zugehen und sie um Rat bitten. Mit etwas Glück entlockt ihr ihnen gleich noch eine Speise-Empfehlung oben drauf!

4. Traut euch!

Oft sind es die kleinen Ecklokale, die von außen nur wenig hergeben, in denen es am besten schmeckt. Die Fassade ist egal, schließlich seht ihr sie maximal ein paar Sekunden lang beim Betreten des Restaurants. Wichtig ist, wie das Lokal im Inneren tickt: Ist die Atmosphäre nett? Sitzen auch Einheimische an den Tischen? Wie sehen die Speisen aus? Also seid mutig und probiert Neues. Als Inspiration: Ein paar feine, österreichische Restaurant-Tipps in der Nähe von Bahnhöfen.

Die Inneneinrichtung eines unscheinbaren Lokals
Außenaufnahme eines kleinen Lokals

5. Don’t go with the flow

Grundsätzlich kennt die Regel jeder: Überfüllte Lokale im Zentrum meiden! Aber in der Realität sieht das Reisen manchmal anders aus. Wenn die Füße müde sind und der Magen leer, wird schnell aus jedem Gourmet ein Fastfood-Gourmand.

Das muss aber nicht sein. Denn meistens sind es nur ein paar Schritte, die die Touristenfalle am Hauptplatz vom netten Hinterhoflokal in der Seitengasse trennen. Dort ist das Essen besser, die Preise niedriger und die KellnerInnen meist entspannter.

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Fotos: unsplash.com