Der Wiener Hauptbahnhof von innen

7 Hipster-Hotspots...

...rund um den Hauptbahnhof Wien

Wo laut Ur-Wienern einst "die Deppat´n und die Gspritzten" am ehemaligen Südbahnhof herumlungerten, entsteht heute ein lebendiges Grätzel, das bald mit den Bobo-Bezirken Wiens mithalten kann. Rund um die neue BahnhofCity wächst ein urbanes Viertel mit vielen Überraschungen für Bewohner und Bahnreisende.

1) 15 süße Minuten: Futtern mit Bobo-Charme

Typische Bobo-Cafés findet man in Wien normalerweise im 7. und 8. Bezirk, seit 2012 aber auch in der bisher unscheinbaren Favoritenstraße. Das urbane Café überzeugt mit hellem Holz und Vintage-Büchern auf den Fensterbänken, auf der Karte gibt´s günstiges Frühstück (z. B. zwei Handsemmeln, Butter und Marmelade um € 2,80), Mehlspeisen, Waffeln und Mittagsmenüs. Top: die selbstgemachten Pierogi (€ 8,80).

Wie weit: 450 Meter vom Ausgang Hauptbahnhof/Wiedner Gürtel

Wo: 15 süße Minuten, Favoritenstraße 45, 1040 Wien, http://www.15suesseminuten.at/

2) 21er Haus: Moderne Kunst für Museumsmuffel

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten, wo die Bahnhofsviertel oft einen schlechten Ruf haben, findet man in Wien sogar eine ordentliche Portion Kunst und Kultur. Das "21-er Haus!" (Eintritt: 7 Euro) steht für österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und wird als Museum für zeitgenössische Kunst verstanden. Selbst Museumsmuffel kommen hier auf ihre Kosten. Top: das mobile Espressomobil mit Kaffee, Kuchen und Snacks!

Wie weit: 800 Meter vom Ausgang Hauptbahnhof/Karl-Popper-Straße

Wo: Arsenalstraße 1, 1030 Wien, www.21erhaus.at

Eine Speisekarte in einem kleinen Bobo-Café

Das urbane Café "15 süße Minuten"

Blick in das "Campus Bräu"

Ein Hot-Spot für ein gemütliches After-Work: das "Campus Bräu"

3) Campus Bräu: Essen und trinken im urbanen Wirtshaus

Ob Mittagsmenü, After-work-Bier oder Meeting zwischendurch: Im neuen "Erste Campus" entwickelt sich das "Campus Bräu" zum angesagten Treffpunkt für Mitarbeiter aus den umliegenden Büros, Grätzel-Bewohner und Urlauber. Im selbsternannten "urbanen Bierlokal" gibt's Mittagsmenüs (3 Gänge um 9,40 Euro), Steaks, Pasta, Brote und österreichische Klassiker. Top: bis 1 Uhr morgens geöffnet (von Montag bis Freitag).

Wie weit: 400 Meter vom Ausgang Hauptbahnhof/Karl-Popper-Straße

Wo: Campus Bräu, Erste Campus, Wiedner Gürtel 1, 1100 Wien, https://www.campusbraeu.at/

4) IKI: Asian Food mit Twist

Eigentlich geplant als Kantine für die Mitarbeiter der Erste Bank Group, hat sich das "IKI" zur lässigsten japanischen Kantine Wiens entwickelt: In dem lichtdurchfluteten Raum sind die Tische auf zwei Etagen terrassenförmig angeordnet, die Speisekarte überzeugt mit Kreationen abseits des typischen Sushi-Einheitsbreis (z. B. Sushi Rolls ab 11,20 Euro, Donburi-Variationen ab 10,50 Euro, Bento-Boxen ab 11,60 Euro). Top: die Take-away-Theke.

Wie weit: 350 Meter vom Ausgang Hauptbahnhof/Karl-Popper-Straße

Wo: Iki, Erste Campus, Am Belvedere 1, 1100 Wien, www.iki-restaurant.at

Schön garniertes Sushi

Mehr als nur Sushi-Einheitsbrei: das "IKI" bietet Asian Food in lässigem Ambiente auf 2 Etagen

Ein Fahrrad unter einem leuchtenden "Vello" Schriftzug

Radeln mit sozialem Hintergrund: "Die Radstation" ist ein sozialökonomischer Betrieb

Eine Frau steht in einem kahlen Museum und blickt auf einen Bildschirm

Kunst und Kultur für jedermann: Das "21er Haus" bietet auch Museumsmuffel etwas

5) Die Radstation: Radeln mit gutem Gewissen

City-, E-Bikes, Falträder, Lastenräder, E-Scooter: Dank der neuen "Radstation" am Hauptbahnhof steigt man jetzt vom Zug direkt aufs Rad. Leihräder gibt es für Wien-Besucher um 30,- Euro pro Tag, Grätzelbewohner freuen sich über den hippen Shop und die Werkstatt. Top: Die "Radstation" ist ein Sozialökonomischer Betrieb (SÖB), das heißt, Menschen, die aus verschiedensten Gründen lange arbeitslos sind, werden befristet angestellt, ausgebildet, sozialpädagogisch betreut und bei der Jobsuche unterstützt.

Wie weit: 50 Meter vom Ausgang Hauptbahnhof/Sonnwendgasse

Wo: Die Radstation, Am Hauptbahnhof 1, 1100 Wien, https://www.dieradstation.cc/

6) Bobbi Brown: Beauty to go

Langeweile kommt in der BahnhofCity dank 90 Shops und Lokalen nicht auf, Insider zieht es aber ganz klar in die Haupthalle zu Bobbi Brown: Seit 2015 gibt es hier österreichweit den ersten Flagship-Store der gehypten US-Beauty-Marke. Top: Wer auf den Zug warten muss, kann eine Make-up-Lesson buchen und sich schminken lassen (Make-up gratis, dafür müssen Produkte im Wert von ca. 50 Euro gekauft werden).

Wie weit: 0 Meter, direkt in der Haupthalle am Hauptbahnhof

Wo: Bobbi Brown Flagship-Store, Am Hauptbahnhof 1, 1100 Wien, www.bobbibrown.at

Das Kosmetik-Geschäft "Bobbi Brown" von außen

Beauty to go: Wer vor der Zugfahrt noch schick gemacht werden will, besucht "Bobbi Brown" und lässt sich professionell stylen

Eine Variation von Süßspeisen in einer Glasvitrine

Süße Schlemmereien im "The Flave"

7) The Flave at Novotel Wien Hauptbahnhof: 24 Stunden Chillen

Was in New York üblich ist, wird nun in Wien salonfähig: Hotelbars boomen, so auch am Hauptbahnhof im "The Flave of Vienna". Die Lounge im neuen "Novotel Wien Hauptbahnhof" kommt mit einer urbanen Couch- und Lümmel-Landschaft daher, im Restaurant gibt's Klassiker wie Wiener Schnitzel und Apfelstrudel genauso wie hausgemachte Mehlspeisen - und das rund um die Uhr. Top: das schnelle WLAN!

Wie weit: 100 Meter vom Ausgang Hauptbahnhof/Karl-Popper-Straße

Wo: The Flave at Novotel Wien Hauptbahnhof, Canettistraße 8, 1100 Wien

Fotocredits: Jasmin Kreulitsch, Bobbi Brown, Die Radstation, Johannes Stoll / Belvedere Wien