In der Badehose durch Europa

5 geheime Badeplätze, an denen ihr Halt machen müsst

Ihr kennt es: Am Strand wuselt es vor Menschen. Die Musik ist laut, das Wasser semi-sauber, bei Westwind pofelt einem der Nachbar direkt ins Gesicht. Wer das nicht will, dem sei an dieser Stelle versichert: Es gibt sie, die verträumten Buchten und unendlich langen Strände. Die Plätze, an denen vielleicht mal eine Heuschrecke guten Tag sagt. Sonst aber niemand. Wo sie sind? Wir zeigen es euch!

1. Dünen-Baden in Holland

Der erste Geheimplatz liegt in der Provinz Zeeland, heißt Seebad Domburg und ist eines der ältesten in den Niederlanden. Das Setting: Natur pur. Die Dünen ziehen sich am Meer in die Länge. Davor stehen kleine Hütten, die ihr für einen entspannten Tag am Strand mieten könnt. Wer mag, schlägt sein Lager in einem Liegestuhl auf. Und dann heißt es nur noch: einatmen, ausatmen und Zehen in den Sand graben. Zum Strand gelangt ihr über den Bahnhof Vlissingen. Er liegt einen Katzensprung entfernt, etwas südlich des Seebads.

2. Weiß, weißer, Prerow

Pre-was? Pre-Ro! So spricht man das kleine Stück Bade-Paradies in Fischland Darß Zingst in Deutschland aus, zu dem wir euch nun entführen. In der Idylle in Mecklenburg Vorpommern reiht sich Strand an Strand, die meisten davon menschenleer und die Möwen kennen einander beim Vornamen. Vor allem am Nordstrand Prerow macht Baden Spaß: ein kilometerlanger, kreideweißer Sandstrand mit schnapsklarem Wasser und weichen Schilffeldern. Der nächstgelegene Bahnhof: Barth.

Badekojen am Strand

Das Seebad Domburg in Holland

Sonnenuntergang am Meer, im Hintergrund sieht man eine Brücke mit Menschen

Malerisches Ufer in Prerow

Poolwege durch ein Höhlensystem

Das Höhlenbad Miskolctapolca

3. Höhlen-Expedition in der Badehose

Weg vom Meer, rein in die Höhle, zum badewannenwarmen Wasser ins Höhlenbad Miskolctapolca in Ungarn. Was die Ungarn selbst schon seit Jahrhunderten lieben, kennt außerhalb des Landes kaum wer: Eine Welt der Höhlensysteme, geformt durch einen Fluss aus Karstwasser. Während HöhlenforscherInnen hochkompliziertes Equipment benötigen, braucht ihr hier nicht mehr als Badekleidung. Im Thermalwasser ist stundenlanges Dümpeln angesagt - das Wasser hat bis zu 35 Grad! Der Zug bringt euch quasi bis vor den Höhleneingang. Er bleibt direkt in Miskolc stehen.

4. Fluss oder Karibik?

Die türkisfarbenen Badebecken des Soča-Tals in Slowenien sind ein Dorado für alle Wasserratten. Der Flusslauf ist im Vergleich zu anderen Regionen der Julischen Alpen noch natürlich und unverbaut: mit natürlichen Pools, kalkweißen Felsen und den Julischen Alpen als Kulisse. Im Laufe der Jahrtausende sind im weichen Karstgestein riesige unterirdische Höhlen und kleine Kammern entstanden - wie gemacht für Kajak oder Paddelboot. Und Otto und Erika Normal-SchwimmerIn können die vielen kleinen Buchten wie Privat-Pools verwenden. Der nächstgelegene Bahnhof: Nova Gorica.

Ein Mann überquert eine kleine Holzbrücke

Eine Brücke über das Soča-Tal in Slowenien

Ein Zaun an einem Strand mit Düne

Die Lonsker Düne in Polen

5. Der Strand an der polnischen Sahara

Wenn die Strandkorb- und Liegestuhlreihen im Ortszentrum von
Łeba zur Hochsaison dicht besiedelt sind, versteckt sich im benachbarten Slowinzischen Nationalpark Polens größte unbespielte Sandkiste, die Lonsker Düne. Hinter der "polnischen Sahara" - so bezeichnen die Locals die Wanderdüne - beginnt ein acht Kilometer langer Strand. Schneeweiß und vor allem - einsam.

Wie kommt ihr hin? Am besten mit dem Zug über den Bahnhof Gdynia und dann mit den Polish Railways nach Łeba.

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Fotos: unsplash.com, pixabay, iStock, Sulzbacher