Viel Urlaub für wenig Geld

7 Tipps für viel Urlaub um wenig Geld

Gönn dir und deinem Börserl eine Runde Entspannung!

Wer kennt das nicht: Ihr habt endlich ein paar Tage Urlaub - und ein klitzekleines bisschen Erholung bitternötig. Also macht ihr euch fleißig ans Reiseroute Zusammenstellen und merkt schnell: Auch euer Bankkonto sehnt sich nach etwas Erholung, denn es kann mit eurem großzügig verplanten Urlaubsbudget nicht so ganz mithalten.

Aber keine Sorge, ihr könnt aufatmen! Wir haben nämlich all unseren Sparefroh-Spirit zusammengekratzt und euch unsere besten Low-Budget-Tipps für den nächsten Urlaub aufgelistet. Und das Beste: Ihr müsst auf nichts verzichten. Denn von der entspannten Anreise über Kulturangebote bis hin zur coolen Unterkunft haben wir für wirklich alles die perfekten Tipps zum Sparen!

Die An- und Abreise

Wenn es ums kostengünstige In-den-Urlaub- und Wieder-Nach-Hause-Kommen geht, kommen den meisten zwei gängige Spar-Möglichkeiten in den Sinn. Möglichkeit Nummer eins: Sich Tag und Nacht hinter diverse Flugvergleichsportale zu klemmen und Flugpreise vergleichen, was das Zeug hält. Um schließlich enttäuscht festzustellen, dass die Preise nur noch steigen.

Möglichkeit Nummer zwei ist, sich mit den Mitreisenden einen Leihwagen zu teilen und sich in unzähligen Paragraphen im Mietvertrag zu verlieren, nur um am Ende völlig abgekämpft von der Autofahrt am Reiseziel anzukommen.

Wir empfehlen daher eine entspanntere und klimaschonende Variante: die ÖBB Sparschiene-Angebote. Die Tickets sind schnell und einfach zu buchen - außerdem bereits sechs Monate im Voraus erhältlich - und beinhalten keine versteckten Kosten. Und das Beste: Während der gesamten Fahrt in den Urlaub könnt ihr euch entspannt zurücklehnen und die Vorfreude genießen!

Eine Gruppe Jugendlicher am Bahnsteig
Sonnenuntergang am Strand

Beim Reden kommen d’Leut z‘samm

Einer unserer wichtigsten Tipps zum Sparen im Urlaub: Sprecht mit den Einheimischen! Trotzt allen Sprachbarrieren und nutzt eure Hände und Füße, wenn es sein muss. Außerdem solltet ihr genau beobachten, wo die Locals so einkaufen gehen und wovon sie Abstand nehmen. Immerhin wissen die Einheimischen am allerbesten, wo es das beste Essen, die frischesten Fische, die coolsten Bars gibt - und vor allem, wo man am besten sparen kann. Ihr könnt uns für diesen Tipp übrigens danken, wenn ihr dann mit regionalen Schmankerln beim Sonnenuntergangs-Picknick am Strand sitzt - und über die restlichen TouristInnen mit ihren überteuerten Abendessen an der Strandpromenade nur müde lächeln könnt.

Now I’m free... free walking!

Auch unser nächster Tipp dreht sich darum, den Kontakt zu den Einheimischen zu suchen. So gibt es in den meisten Städten sogenannte "Free Walking Tours" - also spendenbasierte Touren zu Fuß. Die sind oft auch bei den Einheimischen äußerst beliebt, da Orte gezeigt und Hintergrundgeschichten erzählt werden, die selbst viele Locals noch nicht kennen. Oft werden in Verbindung mit solchen Touren auch sogenannte "Pub Crawls" angeboten, bei denen ihr kostengünstig in ein paar coole Pubs, Bars oder Restaurants geführt werdet - und im besten Fall authentische Drinks und Speisen abstaubt. Das führt uns übrigens auch schon zum nächsten Mini-Tipp: Geht so viel zu Fuß, wie möglich und verzichtet auf Taxis und Mietwagen. Die sind nämlich meist relativ teuer und ihr nehmt eure Urlaubsdestination ganz anders wahr.

Eine stilvolle Bar mit modernem Einschlag

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Ein schon etwas älterer, aber trotzdem absolut aktueller Tipp ist das Reisen in den Nebensaisonen. Natürlich meinen wir damit keinen Strandurlaub in Griechenland im Jänner. Immerhin wird zu dieser Zeit das Meer ohnehin für die Grundreinigung ausgelassen. Okay, das war ein (schlechter) Witz - aber die langersehnte Reise knapp vor oder nach der Hauptsaison anzutreten, kann ein nicht zu verachtender Vorteil sein. Immerhin sind zu diesen Zeiten weniger andere TouristInnen unterwegs, die Touri-Fallen sind oftmals noch oder schon geschlossen und das wichtigste: Die Unterkünfte sind viel günstiger. Kurzum: Nebensaison yay, Hauptsaison nay!

Ausnahmsweise auf die 5-Sterne-Residenz verzichten

Kein Grund, sich zu schämen: Ja, unsere inneren Prinzessinnen haben auch erbost auf den Boden gestampft, während wir die letzte Überschrift geschrieben haben. Dabei gibt es wirklich großartige und mit Sicherheit mindestens genauso schöne Alternativen zu den 5-Sterne-Residenzen: Zum Beispiel private Anbieter oder (entfernte) Bekannte, bei denen man gratis "Couchsurfen" kann, Hostel-Zimmer oder größere Appartements, die man sich zu mehrt teilt. Auch immer ein ganz heißer Tipp für die SparfüchsInnen unter euch: Immer zuerst im Freundes-, Bekannten- und Familienkreis herumfragen, ob jemand vielleicht jemanden kennt, der/die jemanden kennt, … ihr kennt das Spiel.

Ein Stockbett mit Fensterblick

King Kong Hostel (Rotterdam, Netherlands)

Der spontane Vogel fängt den Wurm

Richtig gelesen: Nicht der frühe, sondern der spontane Vogel fängt den Wurm. Immerhin kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an, um zum Ziel zu kommen - so auch beim Reisen. Wer nämlich im Urlaub ein kleines bisschen Flexibilität zeigt, kann einen ganzen Haufen Geld sparen. Und das fängt schon bei der Buchung an: Reisen, die von jemand anderes kurzfristig storniert wurden, werden nämlich meist nochmal besonders günstig angeboten. Aber wo findet man diese Schmankerln, die euer Börserl ganz besonders schonen? Ob voll durchgeplante Pauschalreise oder das gemütliche Hotelzimmer, das plötzlich doch leerstehen würde - viele Reiseanbieter führen auf ihren Webseiten eigene Rubriken mit sogenannten Stornoreisen.

Außerdem ein heißer Tipp: Die zahlreichen, sogenannten "Stornopools", also Online-Plattformen, auf denen verhinderte Reisende ihre gebuchten Reisen oder Hotelzimmer günstiger zum "Verkauf" anbieten, um sie nicht teuer stornieren zu müssen. Der einzige Nachteil: Ihr müsst relativ schnell reagieren, es ist also wenig Zeit für die süße Urlaubsvorfreude. Aber auch im Urlaub selbst zahlt sich ein wenig Spontanität aus. Bucht und organisiert ihr eure Unternehmungen und Ausflüge direkt vor Ort, könnt ihr nicht nur die Preise vergleichen, sondern auch besser abschätzen, ob das Wetter mitspielt - oder ob euch euer Vorhaben in natura auch wirklich gefällt.

Handeln, handeln, handeln!

Auch, wenn es in unseren Breitengraden völlig normal ist, den ersten Preis bereitwillig zu zahlen, der einem von den VerkäuferInnen genannt wird, ist in vielen Regionen der Welt das Gegenteil der Fall. So gehört das Handeln um den Preis zum Beispiel im orientalischen Raum - besonders an den Basaren - zum guten Ton. Um hier aber die eine oder andere unangenehme Situation zu vermeiden, ist es auch in Sachen Handeln wichtig, sich davor im Internet oder noch besser bei den Einheimischen zu erkundigen, ob das Handeln erlaubt oder gar erwünscht ist. In Sachen Kultur und Authentizität außerdem immer einen Tipp wert im Urlaub: Flohmärkte und Second-Hand-Läden!

Ein Markt mit Obst und Gemüse

Fotos: unsplash.com, ÖBB
Text: Lukas Lindmeier