Stadtpanorama von Ljubljana

Mein Ljubljana

Railaxed Magazin Herbst 2017
Sloweniens Hauptstadt ist klein, aber oho - und ein hipper Geheimtipp für Städtereisende.

Ljubljana ist klein. Sehr klein sogar. Gemessen an anderen europäischen Hauptstädten könnte man es mit seinen knapp 280.000 Einwohnern sogar winzig nennen. Wir sind im Vergleich nur etwa ein Zehntel so groß wie zum Beispiel Berlin.

Für Ljubljana gilt allerdings das Motto: klein, aber oho! Wenn man durch manche Viertel spaziert, versteht man, weshalb Ljubljana manchmal das "Berlin Sloweniens" genannt wird. Denn ähnlich wie Berlin hatte auch Ljubljana eine schwierige Vergangenheit zu bewältigen...

Die kommunistische Ära und den Krieg in den 1990er Jahren. Und ähnlich wie die deutsche Hauptstadt musste sich auch Ljubljana in vieler Hinsicht neu erfinden. Die Unabhängigkeit Sloweniens und die Suche nach einer neuen, post-jugoslawischen Identität hat der Stadt eine sehr spezielle kreative Energie verliehen, die zum Beispiel an Orten wie der Metelkova ganz besonders spürbar ist: Dort, wo einst die Baracken der jugoslawischen Armee waren, ist heute eine außergewöhnliche Stadt in der Stadt entstanden, ein autonomes Kulturzentrum, das der wohl spannendste Ort der Region ist, wenn es um Alternativkultur, elektronische Musik und ein Lebensgefühl geht, wie man es in ähnlich dynamischer Weise in Europa derzeit eben nur in Berlin findet. Von Lonely Planet wurden wir nicht umsonst als eine der hippsten Destinationen in Europa bezeichnet. Und genauso wie in Berlin spielt Style in Ljubljana eine große Rolle. Einerseits wirkt die alte Bausubstanz mit dem Flüsschen Ljubljanica, das sich durch das Herz der Stadt schlängelt, mit der mittelalterlichen Burg auf einem Hügel über der Stadtmitte und dem Kopfsteinpflaster in den Fußgängerzonen wie ein putziges Puppenstädtchen.

Doch darin blitzen immer wieder ultramoderne Elemente auf, wie man sie eher in großen Weltstädten vermuten würde, trendige Bars und Restaurants, futuristische Architektur, schicke Shops und Boutiquen. Slowenien und speziell Ljubljana hat eine sehr aktive, moderne Design- und Architekturszene, die ein gutes Beispiel dafür liefert, welche kreative, friedliche Revolution hier in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat.

Übrigens: Eine warme Jacke im Reisegepäck kann bei einem Besuch nie schaden. Denn die Gastronomieszene spielt sich hier am liebsten Outdoor ab, und wir sitzen auch im Winter gerne draußen - unter Heizpilzen und selbst, wenn es Minusgrade hat!

Anreise

Entdecken Sie den Charme der Hauptstadt Sloweniens mit täglichen Direktzügen z.B. ab Wien Hbf, Graz Hbf, Salzburg Hbf oder Villach Hbf.

Must see!

Metelkova Mesto

Graffiti, soweit das Auge reicht! Und ein autonomes Kulturzentrum der besonderen Art, mit einem spannenden Alternativkultur-, Musik- und DJ-Programm.

Robba Bar & Restaurant

Die trendigste Café-Bar Ljubljanas, 2015 eröffnet und von dem slowenischen Architektenteam AKSL designt. Exzellente Küche zu moderaten Preisen.

Hostel Celica

Ein ehemaliges Gefängnis aus der sozialistischen Ära Jugoslawiens wurde in ein komfortables Designer-Hostel umgewandelt. Übernachtungsmöglichkeit für wenig Geld - schon ab € 18,-.

Fotocredits: Lorem Ipsum, Gina Müller, carolineseidler.com