23.10.2016

Innsbruck von der Stadt auf die Piste


TRAVEL
Text — Mela Mörtenbäck



Keine Frage – wer ein Wochenende in Innsbruck zu Besuch ist, mag um die klassischen Sehenswürdigkeiten nicht umhin kommen. Muss aber auch nicht sein, denn diese lassen sich bei einem Skiurlaub in der Olympiastadt ohnehin bestens mit dem sportlichen Vergnügen kombinieren.

Herzstück von Innsbruck ist – ohne Zweifel – die historische Altstadt. Das Goldene Dachl gehört da genauso dazu wie der Stadtturm. Ersteres ist mit 2.657 vergoldeten Schindeln das Wahrzeichen der Stadt und das Fotomotiv schlechthin. Zweiterer offenbart nach 148 erklommenen Stufen einen 360° Blick auf Tirols Landeshauptstadt und die umliegende Bergwelt. Doch auch von unten lohnt in Innsbruck immer wieder der Blick nach oben – etwa um die bunten Häuserfassaden zu entdecken oder die Nordkette, welche an jeder Ecke zwischen den Häusern hervorragt. Wer vom Goldenen Dachl in westliche Richtung weiter spaziert, befindet sich nach wenigen Gehminuten am Innufer und kann direkt vom Zentrum die Auffahrt auf die Nordkette bestreiten. In östliche Richtung warten hingegen die Hofburg und die kaiserliche Hofkirche. In Richtung Norden gelangt man zum Dom zu St. Jakob und in Richtung Süden laden kleine Läden und internationale Marken entlang der Maria-Theresien-Straße zum Einkaufen ein.

Goldenes Dachl (c) Mela Mörtenbäck Goldenes Dachl (c) Mela Mörtenbäck



Der Innsbrucker Dom (c) Mela Mörtenbäck Der Innsbrucker Dom (c) Mela Mörtenbäck

Folgt man ebendieser weiter in den Süden Innsbrucks, vorbei an der Triumpfpforte und über das Wiltener Platzl, landet man früher oder später am Fuße des Bergisel.

Triumpfpforte (c) Mela Mörtenbäck Triumpfpforte (c) Mela Mörtenbäck

Hier steht die von Stararchitektin entworfene Skisprungschanze – ein lohnenswertes Ziel um Innsbruck von einer anderen Perspektive zu erblicken und etwas olympisches Flair zu schnuppern. Ebenfalls von Zaha Hadid entworfen ist die Hungerburgbahn, welche inmitten des Zentrums in nur 20 Minuten auf die Nordkette führt. Alleine die Architektur der Bahn ist die Fahrt wert, doch die Weiterfahrt auf die Seegrube und auf’s 2.300m hohe Hafelekar darf natürlich ebenso wenig fehlen. Kilometerweiter Panoramablick über etliche Gipfel inklusive.

Innsbrucker Nordkettenbahn (c) Österreich Werbung Andreas Hofer Innsbrucker Nordkettenbahn (c) Österreich Werbung Andreas Hofer

Ebenfalls inklusive: das sportliche Vergnügen. Denn rund um Innsbruck laden gleich neun Skigebiete dazu ein, die Region auf zwei Brettern zu erkunden. Beginnen wir etwa direkt auf der Nordkette, für ambitionierte wagemutige Skifahrer. Doch wer sich traut, die Piste vom Hafelekar zu erobern, wird mit einem einzigartigen Blick über Innsbruck belohnt. Etwas gemütlicher und in jedem Fall familienfreundlicher präsentiert sich hingegen der Patscherkofel auf der südlichen Seite Innsbrucks gelegen. Hier, als auch in der Axamer Lizum, wedelt man zudem auf den Abfahrtsspuren der Olympioniken von 1964 und 1976 die Pisten hinunter. Und neben weiteren, kleinen aber durchaus feinen Skigebieten lädt der rund 45 Minuten entfernt gelegene Stubaier Gletscher schon im September/Oktober zum Saisonstart ein.

Seegrube (c)Mela Mörtenbäck Seegrube (c)Mela Mörtenbäck



Seegrube (c) Mela Mörtenbäck Seegrube (c) Mela Mörtenbäck



Axamer Lizum (c) Innsbruck Tourismus Axamer Lizum (c) Innsbruck Tourismus

Noch mehr gefällig? Was Innsbruck betrifft, so war dies lange noch nicht alles. Kunst- und Kulturliebhaber besuchen das Schloss Ambras, das Landestheater oder gehen auf eines der vielen Festivals. Gourmetfans lassen sich in einem der traditionellen oder modernen Restaurants kulinarisch verwöhnen und Shoppingfans entdecken bei einem Stadtbummel kleine Boutiquen und aufstrebende Concept Stores mit hochwertigen, regionalen Produkten. Und dann wären da noch die nahegelegenen Swarovski Kristallwelten in Wattens, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs.

Magische WIntermomente in den Swarovski Kristallwelten (c) Swarovski Kristallwelten Magische WIntermomente in den Swarovski Kristallwelten (c) Swarovski Kristallwelten

Übrigens: Ab 10. Dezember 2017 geht's mit dem ÖBB Nightjet ohne Umwege von Deutschland ins Skiparadies nach Innsbruck! (Abfahrt Düsseldorf 20:54, Ankunft Innsbruck 9:14 Uhr)
 
 
 
 

Mela Mörtenbäck

ist leidenschaftliche Weltenbummlerin mit einem Faible für außergewöhnliche Unterkünfte, charmante Cafés und kleine Läden. Auf individualicious erzählt sie von ihren Reisen – und noch ein bisschen mehr.

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