ALMURLAUB

Salzburger Land
ALM SOMMER


Text — Nikolaus Prokop

Ein Sommer wie damals: Urlaub auf der Alm, mit allem was Österreichs Natur so besonders erlebenswert macht.

 


Zünftige Zeitreise zurück zu den Wurzeln des einfachen bäuerlichen Lebens: Ein Urlaub auf der Almhütte macht den Verzicht auf modernen Komfort zum Erlebnis.




 


„Leben auf 1000 m Seehöhe: Kerzenlicht statt Handyempfang, Hausgemachtes statt Fastfood. "



 

Nirgendwo gibt es so viele Almen wie im Salzburger Land: Seit Jahr­hunderten verbringen Mensch und Vieh dort die Sommermonate in den Bergen – rund 100 Tage vom Almauftrieb zur Zeit der Sommersonnwende Ende Juni bis hinein in den September, wenn das Graswachstum nachlässt, die Temperaturen wieder zu sinken beginnen und es Zeit für den traditionellen Almabtrieb ist. Gäste schauten in früheren Jahrzehnten nur selten vorbei, doch das hat sich mittlerweile geändert. Almen sind zu beliebten Zielen für Wanderer und Naturliebhaber geworden, die auch den wieder sehr trendy gewordenen Reiz des Einfachen und Ursprünglichen verspüren wollen, in einer Umgebung, in der die Zeit oft stehengeblieben zu sein scheint. Denn die Mehrzahl der Hütten verfügt weder über Strom noch fließendes Wasser, ihre Bewirtschaftung bedeutet meist harte Arbeit: Kerzenlicht statt Handyempfang, Plumpsklo statt Wellnessbereich und Hausgemachtes statt Fastfood prägen das Leben auf zumeist mehr als 1000 Metern Seehöhe.
Ein Leben, das meist schon vor Sonnenaufgang beginnt: Während die Wanderurlauber drunten im Tal noch gemütlich frühstücken, haben die Sennleute auf den Almen bereits einen halben Arbeitstag hinter sich und bereiten aus der am frühen Morgen frisch gemolkenen
Milch besonders aromatische, nach Wiesen und Almkräutern schmeckende Butter und deftigen Käse zu, der ganz ohne Marketinggeschrei regionale Bioqualität in ihrer pursten Form bedeutet. Etwa der typische Sauerkäse, den es in dieser Form nur im Großarltal gibt – perfekt zu einer Brettljause, zu der noch selbst geräucherter Speck, frisches Bauernbrot und traditionelle Hauswürste auf den Tisch kommen – und danach natürlich das Stamperl vom selbst gebrannten Zirbenschnaps.

Urlaub am Heumilch-Hof
Wer die Welt der Salzburger Almen auf besonders genussvolle Weise erleben will, wird sich auch im Nationalpark Hohe Tauern besonders wohl fühlen, mit seinen weiten, unberührten Naturlandschaften, seinem atemberaubenden Bergpanorama und Wildtieren, denen man hier in ihrem ureigenen Revier begegnen kann. Hier hat auch die österreichische Biomarke „Ja! Natürlich“ ihre Heimat, die seit über zehn Jahren die Möglichkeit bietet, einen zünftigen Almurlaub auf ausgewählten Heumilch-Bauernhöfen zu verbringen. Auf der Alm selbst Brot backen und Butter rühren, das Nationalparkzentrum erkunden und mit Nationalpark-Rangern auf Spurensuche gehen – ein Erholungsurlaub, der auch Kindern schmeckt!
Berg & Tal

Unter den rund 550 bewirtschafteten Almhütten im Salzburger Land befinden sich 172 zertifizierte Almsommer-Hütten, die besondere Qualitätsanforderungen erfüllen und spezielle Angebote bereithalten.

Im Tal bieten 106 qualitätsgeprüfte Almsommer-Partnerbetriebe Wanderern ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Aufenthalt.

Mehr Infos unter: salzburgerland.com





 
Alle 2 Stunden führt eine Zugverbindung ins Gasteinertal oder jede Stunde von Wien nach Zell am See mit Umsteigen in Salzburg. Direktverbindung Wien – Zell am See jeweils abends und am Wochenende und an Feiertagen auch in der Früh. Direktzüge ins Gasteinertal von Wien 2 × täglich.

 

Zünftige Zeitreise
Wer’s noch zünftiger liebt und eine echte Zeitreise zurück zu den Wurzeln des Almlebens unternehmen will, der wird zum Beispiel auf der Mayerlehenhütte auf der Gruberalm in Hintersee fündig. Seit 1909 ist die Hütte durchgehend bewirtschaftet – und genauso sieht sie auch aus: urig, echt und unverfälscht. Hier erwarten Wanderer und Übernachtungsgäste deftige Genüsse, wie es sie eben nur auf einer richtigen Alm gibt: Most, Bio-Almmilch, selbstgemachtes Hollerkracherl sowie Bio-Brot, Bio-Speck, Käse, Aufstriche, Kaspressknödel oder frische Bauernkrapfen. Und wer einmal sein Glück als Senn oder Sennerin versuchen möchte, kann sich selbst ein Glas Milch direkt von der tierischen Quelle „zapfen“. Währenddessen tummeln sich die kleinen Gäste in der Sandkiste, gehen auf Stelzen oder spielen vergnügt mit den Tieren. 
Abends fallen dann alle erschöpft wahlweise ins Heubett, ins Matratzenlager oder ins Bett in der Sennerinnen-Suite. Auf Wunsch kann auch am Lagerfeuer gegrillt werden, und nach Voranmeldung gibt es auch Natur- und Waldführungen.
Wer statt auf Kilometer und Höhenmeter Wert auf kulinarische Höhenflüge legt, der ist bei den Kräuterwanderungen rund um Maria Alm, Dienten und Mühlbach genau richtig. Heilsame Salben aus Arnika, belebender Pfefferminztee oder wohlschmeckende Brennnesselknödel: Die Natur rund um den Hochkönig ist voll von Kräuterschätzen, die beim Kräuterwandern mit erfahrenen Kräuterpädagoginnen oder auf eigene Faust entdeckt werden können. 13 Kräuteralmen bieten spezielle Wanderungen und Workshops rund um das Thema Kräuter an, auf den Speisekarten sind Gerichte, Tees, Spirituosen sowie Salben aus Kräutern zu finden. Und auch für Kinder werden spezielle Kräuterwanderungen angeboten, bei denen es ums Staunen, Lernen und Sammeln geht. 

 

Ab auf die Alm im 2-Stunden-Takt!
 
 In die Berge im 2-Stunden-Takt: Entweder mit Umsteigen in Salzburg oder 2 × täglich direkt ins Gasteinertal.

 

Credits: © Fotos: Salzburger Land: Achim Meurer; Daniel Breuer
 
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