RUNDFAHRT

Wachauer Sommer


Text — Melanie Leitner

Kultur, Wein, Sonne und ganz viel Grün: Nirgends kann die Donau schöner erwandert werden, als in der Wachau.



Ein schattiges Plätzchen auf der Terrasse eines alten Klosterkellers mit Blick auf die Donau. Ein Glas Riesling Smaragd Kellerberg vom Weingut Tegernseerhof in Loiben. Und die Entscheidung, ob es Regenbogenforelle aus dem Räucherofen oder klassische Brettljause mit original Wachauer Laberl von der Dürnsteiner Bäckerei Schmidl sein soll.

Heurigen wie den Alten Klosterkeller in Dürnstein findet man hier zuhauf. Die Rede ist von der Wachau. Viel besungen und umfassend gerühmt erstreckt sich das bezaubernde Flusstal zwischen Melk und Krems an der Donau nur 80 Kilometer westlich von Wien. Auch das malerische Melk ist nur rund eine Stunde Fahrzeit mit dem Zug vom Wiener Hauptbahnhof entfernt. Und freilich lässt sich die Weltkulturerbe-Region auch von allen anderen Ecken Österreichs gemütlich besuchen.
Weitwanderweg mit Burgen, Schlössern und Weinbergen
Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch vor allem Wanderfans sind hier „angekommen“ und können sich in der Region Wachau-Nibelungengau-Kremstal auf eine Erkundungstour vorbei an reichen Kulturschätzen und durch eine sonnenverwöhnte, international renommierte Weinbauregion machen. Der Welterbesteig Wachau ist ein 180 km langer Weitwanderweg und führt auf den schönsten Wanderwegen durch das Donautal und die Weinlandschaft Wachau. Ein Höhenweg verbindet 20 Burgen, Ruinen und Schlösser, schmucke Renaissancestädte, das Weinbaugebiet Wachau, geprägt von Steinterrassen und steilen Weinbergen, drei Klöster sowie den Jauerling, den höchsten Berg an der Donau überhaupt. Über historische Pfade geht es durch die 13 Gemeinden des UNESCO-Weltkulturerbes und die glitzernde Flusslandschaft. All das hört sich ganz schön weit an?

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Alle Infos zu dieser Wanderung finden Sie online unter oebb.at/wandern



Landschaftliche Schönheit: Als eine der ältesten Kulturlandschaften Österreichs wurde die Wachau im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt.




Von Sagen und Geschichten umrankt ist das geschichtsträchtige Städtchen Dürnstein wohl eines der bekanntesten – sowohl in Österreich als auch über die Grenzen hinweg in Europa.

Wachau-Ticket

ÖBB Rail Tours hat noch bis 29. Oktober 2017 ein ganz besonderes Angebot: das „Wachau-Ticket“

Das Ticket inkludiert die ÖBB Bahnfahrt in der 2. Klasse von Wien nach Melk und zurück ab Krems, die Schifffahrt durch die Wachau (Melk-Krems) und den Eintritt für das Stift Melk. Schon ab 49 Euro für ÖBB Vorteilscard-Besitzer.
Infos: Kombitickets. railtours.at
Keine Sorge: Der Weitwanderweg ist in 14 Etappen unterteilt und kann in beide Richtungen erkundet werden. Durch die Jauerling-Runde mit 90 km und sieben Etappen sowie drei Fährverbindungen ergeben sich mehrere Varianten, die man individuell gestalten kann – sowohl für Profi-Wanderer, Genießer oder Familien mit Kindern ist das Passende dabei. So führt zum Beispiel der erste Abschnitt des Welterbesteigs Wachau vom historischen Stadtviertel Krems und Stein durch Kellergassen und Weinberge ins mittelalterliche Dürnstein, einem der romantischsten Orte entlang der Donau mit seiner prunkvollen Barockkirche und der sagenumwobenen Ruine. Die Streckenlänge beträgt 12,5 km, dauern wird die Tour rund viereinhalb Stunden. Die Anreise erfolgt zwischen Wien und Krems an der Donau im Stundentakt mit der Franz-Josef-Bahn. 
Zwischen St.Pölten und Krems mit ÖBB Regionalzügen im Stundentakt (Samstag, Sonn- und Feiertage meist stündlich). Von Dürnstein retour nach Krems geht’s mit dem Wachaubus, der Wachaubahn oder mit dem Schiff. Auch viele weitere Hotspots lassen sich am Welterbesteig entdecken. In die Vergangenheit reist man auf der Burgruine Aggstein, eine der berühmtesten Ritterburgen Österreichs, oder im barocken Stift Melk, mit seinem Museum, dem Marmorsaal, der Bibliothek und der Stiftskirche.
Oder man wählt den Weitwanderweg Nibelungengau, der immer noch als Geheimtipp gilt und auf seinen 110 km Gesamtlänge (je nach Vorliebe nördlich oder südlich entlang der Donau) den oberösterreichischen Donausteig im Westen mit dem Welterbesteig Wachau im Osten verbindet. 

 


Auch zahlreiche Routen für Radfahrer, wie etwa der Donauradweg Wachau-Nibelungengau-Kremstal, laden zum Sporteln ein.




„Wer ans Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen.“

Jean-Jacques Rousseau


 

Die acht Etappen sind zwischen 10 und 22 Kilometer lang. Vorbei gewandert wird hier an geschichtsträchtigen Ausflugszielen wie  dem Schloss Artstetten (Wahl-Heimat von Thronfolger Franz Ferdinand), der Basilika von Maria Taferl, dem Oskar Kokoschka Museum und dem Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug, gerastet an Ruheplätzen, die es zu entdecken gilt, oder an einer romantischen Klamm.

Schifffahrt auf der Donau, einkehren im Buschenschank
Auch zu Wasser wird man fündig: Wer die unvergleichliche Wachau vom Logenplatz aus betrachten möchte, den lädt die Donau ein, auf ihr Platz zu nehmen. 
Oder besser gesagt, auf einem der vielen Schiffe und Ausflugsboote, Fähren oder Zillen. So viele Schritte machen Hunger und Durst. Gut nur, dass am Weg unzählige Buschenschenken darauf warten, die Wanderer zu verwöhnen. Hausgemachte Spezialitäten und erlesene Weine aus dem eigenen Keller machen das Erlebnis Wachau zum „Gesamtkunstwerk“. Und freilich dürfen bei solch einem Ausflug die flaumigen Marillenknödel auf dem Teller nicht fehlen. Übrigens: Wer die idyllische Region besonders komfortabel erwandern möchte, der kann unterschiedliche Wanderpackages mit Gepäcktransport buchen. Nähere Infos dazu auf www.donau.com

 





 
Der Radtramper Donau bringt Zweirad-Fans in die Wachau. Der ÖBB-Spezialzug fährt täglich vom 1. Mai bis 26. Oktober 2017 und bietet Platz für 75 Fahrräder. Infos: oebb.at/niederoesterreich
 
 

Credits: © Foto: shutterstock; Illustration: Gina Müller, carolineseidler.com; iStock; Austrian Images
 
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