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Wien in 24 Stunden


AUS DEM RAILAXED MAGAZIN FRÜHLING 2018

Text — Janina Lebiszczak

Grantig oder gemütlich? In Wien kann man beides sein. Die wahrscheinlich beste Stadt der Welt inspiriert jährlich Millionen Gäste.

 

Das muss man mal zusammenbringen: Wien wurde 2017 zum achten Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt – was auch an der hervorragenden Infrastruktur, dem fabelhaften Öffi-Netz und dem riesigen kulturellen Angebot liegt. Touristen lieben Wien: Die Gästenächtigungen sind auf ein neues Rekordniveau gestiegen – fast 15 Millionen Nächtigungen im Jahr sprechen für sich. Trotzdem führen die Bewohner der Donau-Perle auch das unliebsame Ranking der unfreundlichsten Städter Europas an, nur „geschlagen“ von den Parisern. Ob der berüchtigte Wiener Grant daran schuld ist? Raunzen, sudern, motschgern – dafür sind die Einwohner der Bundeshauptstadt berühmt, die Mischung aus übergroßer Höflichkeit und einer gewissen Boshaftigkeit macht auch den typischen Kaffeehauskellner zum Kult. Grantig sein hat hier Tradition: Das Wort ist immerhin seit dem 16. Jahrhundert belegt. Und heute? Sind die Wiener viel besser als ihr Ruf! Stolz schlägt ihr berühmtes goldenes Herz, wenn man nach dem reichhaltigen Angebot an Sinnesfreuden fragt. Lebensmittel und Trinkwasser sind von extrem hoher Qualität, die einheimische Küche eine Attacke auf jede Taille. Auf Schritt und Tritt atmet man Tradition, Kunst, Kultur und Geschichte. Und trotzdem ist diese Stadt so herrlich grün, nicht nur an den Rändern: Auf jeden Bewohner der 1,76 Mio.-Stadt kommen satte 120 Quadratmeter Grün­fläche, was Österreichs Hauptstadt zu einer der naturreichsten Städte der Welt macht. Tja, Wien ist tatsächlich einfach anders!
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Naschmarkt

Internationales Flair, orientalische Freundlichkeit und Gaumenfreuden für echte Wiener und jeden „Zuagrasten“. Speziell in den warmen Monaten herrscht auch nachts noch reger Betrieb, in den Seitengassen trifft sich die Szene.
Haltestelle Kettenbrückengasse: U4

Innere Stadt

Den historischen Kern der österreichischen Bundeshauptstadt erobert man am besten zu Fuß. Fast alle Sehenswürdigkeiten und Museen finden sich auf 2,88 km² – natürlich auch das Wahrzeichen Wiens: der Stephansdom.
Haltestelle Stephansplatz: U1, U3

Donauinsel

Auf dem 21 km langen künstlichen Eiland zwischen der Donau und der Neuen Donau lässt es sich leben. In den vielen Lokalen am Ufer genießt man Spritzer und Spareribs, nachdem man sich beim Radeln oder Wassersport ausgepowert hat.
Haltestelle Donauinsel: U1 oder Handelskai: S1, S2, S3, S4, S7, S45, U6

Prater

Über den Wiener Wurstelprater wurde schon viel geschrieben. Einst verrucht, ist er heute mit seinen unzähligen Hochschaubahnen, Kart-Bahnen und Karussells ein Vergnügen für die ganze Familie. Hier befindet sich auch das berühmte „Schweizerhaus“ und das Riesenrad.
Haltestelle Praterstern: S1, S2, S3, S4, S7, U1, U2

Zentralfriedhof

Die Wiener lieben ihre Toten. Die weitläufige Parklandschaft ist für Einheimische auch ein Ort der Erholung. Besonders interessant: die Ehrengräber bei Tor 3. Hier liegen „Promis“ wie Falco, Maxi Böhm und Helmut Qualtinger.
Haltestelle Zentralfriedhof: S7, Straßenbahn 71

Credits: © Illustration: Blagovesta Bakardjieva, carolineseidler.com
 
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